Endlich geht’s los.

Guten Morgen nach Deutschland, hallo Tokio!
Seit zwei Tagen sind wir nun in dieser wirklich großen und gleichzeitig aufgeräumten Stadt – unser erstes Ziel der einjährigen Reise.

Aber ich möchte gerne von vorne starten. Donnerstag Nachmittag ging es also los, nachdem wir gefühlt jedem in unserem Umkreis 10 Mal den Plan erzählt, die Route geschildert und die Ohren vollgeheult (danke fürs Zuhören nochmal) und die Wohnung für unsere Zwischenmieter freigeräumt hatten. Die Vorbereitungen waren dank to-do Listen und frühem Start entspannt, obwohl wir wider Erwarten die letzten Tage dann doch noch mehr zu tun hatten, als gedacht. Schließlich musste die Bettwäsche am Tag der Abreise noch gewaschen und zum Trocknen gebracht werden (zum Leidwesen von Marc, der die Aktion als sehr übertrieben empfand).

Wer hatte die Idee mit den kleinen Rücksäcken?

Das Packen unserer Rücksäcke ging auch recht fix, da wir schon im Vorfeld einen Probelauf hinter uns hatten. Aber ich kann euch sagen, viel geht in so einen 45l Handgepäck-Rucksack wirklich nicht rein. Folgende Dinge begleiten uns auf unserer Reise:
– Socken und Unterwäsche für eine Woche
– 7 T-Shirts und Tops
– 2 lange Hosen
– 1 Kurze Hose
– Sportoutfits
– 3 lange Teile (Jacken/Pullis)
– 1 Regenjacke
– 3 Paar Schuhe (normale Schuhe, Sport- und Wanderschuhe, Birkenstock)

Ein paar Luxusartikel leisten wir uns im Moment noch:
– 1 Schachspiel aus Holz von Manufaktum (wir werden sicher irgendwann eine Beschäftigung brauchen, wenn wir uns nichts mehr zu sagen haben)
– 1 kleine Musikbox (Musik ist wichtig)
– 2 größere Kopfhörer (s. oben)
– 1 Kamera (aber gar nicht so groß)
– Kaffeemühle und Aeropress (um unsere Kaffeemaschine nicht zu sehr zu vermissen)
– je einen Mac (meiner klein und fein, Marc hat die große Keule eingepackt)
– je ein Kindle

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Batuls Reisegepäck
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Marcs Gepäckstücke (sieht man schon an der Aufmachung)
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16 Stunden Flug und eine Überraschung

Der erste Flug ging über Dubai nach Tokio. Die Rücksäcke haben wir eingecheckt, obwohl sie als Handgepäck durchgehen würden. Allerdings recherchiert Marc IMMER wie viele Gepäckstücke als Handgepäck zugelassen sind und bei Emirates ist das laut Website auf ein Stück pro Person beschränkt. Hat dann beim Boarding bei den anderen Passagieren zwar anders ausgeschaut, aber das lass ich jetzt mal so stehen.

Von Hamburg nach Dubai passierte dann das, was man wahrscheinlich nur einmal im Leben erlebt: wir wurden in die Business Klasse upgegradet.
In der Business Klasse bei Champagner zu sitzen machte den Gedanken, dass wir jetzt endlich auf Weltreise sind, noch surrealer.
Die ersten 6 Stunden bis nach Dubai vergingen auf unseren Luxusliegen mit leckerem Essen und viel Beinfreiheit schnell. Der Anschlussflug nach Tokio war dann – zurück in der Holzklasse – leider sowohl länger (9 Stunden) als auch entsprechend anstrengender.

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Business-Class2
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In Tokyo angekommen, ging am Flughafen alles reibungslos. Selbst die Strecke zu unserem Apartment haben wir dank Beschreibung unseres Hosts und dem nettem Personal am Schalter schnell herausgefunden.
Das Ausmaß der Metropole Tokio wurde uns auf dem Weg zur Wohnung erst so wirklich bewusst: ca. 2 Stunden verbrachten wir in der U-Bahn bis wir endlich bei unserer Wohnung ankamen.
Das Airbnb Zimmer ist wie erwartet sehr klein. Eigentlich gibt es nur einen Raum mit Bett und Küche, eine Toilette und ein mini Bad mit der kleinsten Dusche der Welt.
Aber der Balkon hilft um das Apartment zu erweitern und Abends noch ein Bier im Freien trinken zu können.

Wo sind denn hier die Menschen, bitte?

Total müde schleppten wir uns dann in der ersten Nacht doch noch raus, um den ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen. Die Wohnung befindet sich im Viertel Shinjuku, das eigentlich als eines der Ausgeh- und Einkaufsviertel bekannt ist. In unserer Nachbarschaft merkt man allerdings nicht viel davon: Wohnhäuser, Garagen und ruhige Straßen säumen das Stadtbild um uns herum. Man merkt nicht, dass man sich in der größten Metropole der Welt mit über 37 Mio. Einwohner befindet.

Ein paar Kilometer weiter liegt dann aber schon die Bahnstation Shinjuku und hier beginnt das Tokio, das man erwartet: mit großen Leuchtreklamen, vielen Menschen auf den Straßen und Ausgehvierteln.

Mehr zu unseren ersten Tagen in Tokio erfahrt ihr dann in dem nächsten Post!

2 Kommentare

  1. Hallo Batul, hallo Marc.
    Hat ja wirklich alles gut geklappt. Ich bin ganz gespannt wie es weitergeht!
    Ist das „Urlaubsgefühl“ nun real bei euch angekommen?

    Liebe Grüße
    Ingrid

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