Was für eine Stadt!

Kennt ihr das? Es gibt so viel zu sagen und zu tun, dass man es lange, lange vor sich her schiebt, weil man einfach nicht weiß, wo man anfangen soll?
So geht es uns mit Tokio und unseren ersten Wochen in Japan.

Um unsere Gedanken ein wenig zu sortieren, werde ich in diesem Post „nur“ darüber schreiben, was wir in Tokio gemacht und erlebt haben. In einem separaten Eintrag findet ihr dann unsere Gedanken zu Japan an sich und welche Dinge uns aufgefallen sind. Denn glaubt mir, alles passt einfach nicht in einen Artikel.

10 Tage Tokio oder how to fall in love really quickly.

Nach unserer ersten Nacht in unserem Airbnb-Appartment machten wir uns auf den Weg in die große Stadt. Bei 30 Grad Hitze liefen wir zunächst zu Fuß zum Yoyogi-Park und dem darin gelegenen Meiji Schrein.

Shibuya: viele Menschen ohne Gedrängel, laute, helle Reklame und Sushi auf Schienen

Nach diesem recht entspannten Einstieg in den Tag, wagten wir uns in den richtigen Tokioter Wahnsinn: dem Stadtteil Shibuya.
Shibuya ist eines der großen Einkaufs- und Vergnügungsviertel in Tokio und ist neben den vielen kommerziellen Zentren vor allem bekannt für die Shibuya-Kreuzung. Bei der Grünphase dürfen die Fußgänger von allen Richtungen die Kreuzung überqueren. Dabei können schon mal bis zu 15.000 Personen von der einen auf die andere Seite der Straße loslaufen.
Wenn ihr jetzt denkt, dass dies in ein großes Gedrängel ausartet, dann liegt ihr falsch. Die Tokioter haben die wundervolle Angewohnheit selbst in den dichtesten Situationen einander so gut auszuweichen, dass man sich quasi nie in die Quere kommt oder man angerempelt wird. Nur so können die vielen Menschen in dieser Stadt jeden Tag von A nach B kommen ohne sich dabei täglich fast umbringen zu müssen.

Shibuya-Kreuzung
Shibuya-Kreuzung

Für unser erstes Abendessen stand natürlich Sushi auf dem Programm. Marc fand ein verrücktes Restaurant, in dem man sein Sushi über ein an jedem Platz befindliches Tablet aussucht. Nach der Bestellung (maximal drei Stück auf einmal) gleitet es dann automatisch auf Schienen zu einem, man nimmt es herunter, drückt auf ein Knöpfchen und der Sushi-Express verschwindet wieder. Das war nicht nur sehr lecker sondern auch super lustig.
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Dank Jetlag wollten wir auch zur späten Stunde noch nicht nach Hause, sodass wir uns eine Hotelbar suchten. Im 30. Stock kamen wir uns in unserem Touri-Outfit zwar etwas fehl am Platze vor, aber die Bedienung versichertet uns, dass es keinen Dresscode gäbe.

Über den Dächern von Tokio schlürften wir also noch einen Absacker und fühlten uns ein bisschen wie im Film „Lost in Translation“.

Harajuku, Ginza und ein neuer Ramen-Fan

RamenAm nächsten Tag – es hatte immer noch über 30 Grad und wir schwitzten schon nach den ersten Metern – liefen wir über den Yoyogi Park, in dem ein etwas lahmes Straßenfest mit wenig Besuchern und nicht so schön aussehenden Ständen stattfand, weiter nach Shibuya um dort zu Mittag zu essen. Dafür hatten wir uns ein Ramen-Restaurant etwas abgelegen vom kommerziellen Trubel rausgesucht.
Das kleine Restaurant war gefüllt von Schlürf- und Schniefgeräuschen, denn anders kann man Ramen nicht essen. Die Technik, wie man die Nudeln mit den Stäbchen am elegantesten in unseren Mund befördet, haben wir zwar noch nicht raus, aber es war sehr lecker. Und Marc erklärte sich sogar daraufhin ab sofort zum Ramen-Fan.

Als nächstes wollte ich unbedingt das Viertel Harajuku sehen. Es ist bekannt als das Teenie- und Modeviertel mit schrägen Läden und noch schrägeren Leuten. Hier sollen Sonntags verrückt gekleidete Tokioter Jugendliche die Straßen entlang flanieren. Ich hatte mir das Ganze ungefähr so vorgestellt:

Quelle: https://triplelights.com/blog/harajuku-street-fashion-a-373
Quelle: https://triplelights.com/blog/harajuku-street-fashion-a-373

Vielleicht waren wir zu spät oder es war den Jugendlichen zu heiß, auf jeden Fall sah es bei uns ein bisschen anders aus:
Harajuku

Ein wenig enttäuscht beschlossen wir nach Ginza zu fahren. Auch das ist – Überraschung – ein Shoppingviertel. Allerdings befinden sich hier die eher höherpreisigen Mode- und Luxusgüter. An diesem Tag war die große Einkaufsstraße Chuo-dōri für Autos gesperrt, sodass die komplette Straße für die Fußgänger genutzt werden konnte.

Nach einem kurzen Abstecher im Apple Store liefen wir bis zur Tokio Station. Es wäre nicht Japan, wenn die Tokio Station nur ein großer Bahnhof wäre. Nein, nein, neben dem Shinkansen-Drehkreuz befindet sich hier noch ein riesengroßes Einkaufszentrum (Yaesu Shopping mall) mit über 180 Geschäften, Restaurants und Delikatess-Ständen.
Es ist schier unmöglich sich dort nicht zu verirren oder ein bestimmtes Geschäft zu finden, besonders da die Geschäfts- und Etagenpläne alle nur auf japanisch aushingen. Nachdem wir komplett überfordert viel zu lange in den Gängen herumgeirrt waren auf der Suche nach einem bestimmten Restaurant, gaben wir schließlich auf und ließen uns zu einem Abendessen in einem der vielen unterirdischen japanisches Restaurants in der Mall nieder. Das war allerdings keine besonders gute Entscheidung – das Essen war leider eher mittelmäßig.
Essen-Tokio-Station

Mode in Tokio, Roppongi Hills und ein kurzer Kontakt mit den Michelin Sushi-Restaurants

Die Suche nach Kaffeebohnen brachte uns am nächsten Tag in die Commune 264, ein sehr entspannter Food- und Drink-Court im Viertel Omotesando. Eiskaffee schlürfend saßen wir im Shozo Coffee Store im Schatten (ja, es hat immer noch über 30 Grad) und beobachteten, wie ausgsprochen gut gekleidete Japaner an uns vorbei kommen. Tokio gilt nicht von ungefähr als die Modestadt in Japan. Es ist wirklich bemerkenswert, wie gut anzogen die meisten Leute hier sind.
Direkt neben der Commune 264 fanden wir dann auch endlich die Kaffeebohnen für unsere mitgebrachte Areopress (inkl. Handmühle) im Blue Bottle.

Aber keine Zeit sich länger im Schatten auszuruhen, das nächste Viertel wartete schon auf uns: Roppongi. Da sich in Roppongi viele Botschaften und Bürogebäude befinden, wird dieser Stadtteil als besonders international und „ausländerfreundlich“ bezeichnet und im gleichen Atemzug als außergewöhnlich lebhaftes Ausgehviertel deklariert. Letzteres konnten wir nicht testen da wir nur bis zum frühen Abend in Roppongi waren, aber das Viertel mit der Einkaufspassage „Roppongi Hills“ ist wirklich sehr modern. Zudem befinden sich hier die zwei besten Sushi-Restaurants der Stadt: Saito (鮨さいとう) und Sukiyabashi Jiro Roppongi (すきやばし次郎 六本木). Bei Saito trauten wir uns sogar um eine Reservierung zu fragen. Hat natürlich nicht geklappt („we are fully booked“) aber ein Versuch war’s wert.

Anstelle von Sushi gab es dann Yakitori – die japanische Variante von Souvlaki sozusagen. Yakitori findet man an vielen Ecken in Tokio und man erkennt ein solches Restaurant sofort am Grillgeruch. Wir suchten uns ein Restaurant in Roppongi namens Jomon aus. Beim Eingang hieß es erst mal „Take shoes off, please“ bevor wir an der Bar platz nahmen und omakase bestellten. Omakase heißt übersetzt „Du entscheidest“. Im Restaurant bestellt man damit die Auswahl des Kochs und erhöht somit seine Chance die Restaurant-Spezialitäten zu bekommen.

In Jomon war dies eine leckere Mischung aus unterschiedlichen gegrillten Fleisch- und Gemüsesorten. Das Ganze toppten wir dann mit einer Sake-Empfehlung und verließen glücklich und satt das nette Restaurant.

Joypolis und ein bisschen Strand

Unser Tag war aber noch lange nicht vorbei. Marc wollte unbedingt ins Joypolis fahren, eine Vergnügungspark-Kette von Sega, die es natürlich auch in Tokio gibt. Der Vergnügungspark befindet sich in Odaiba, einer künstlich angelegten Insel in einer Bucht. Über die Rainbow-Bridge kommt man in dieses Vergnügungs- und Hotelviertel mit Riesenrad und Shoppingmeile (mal wieder).

Nachdem wir eine Runde virtuelles Wildwasser-Kanu gefahren und ein bisschen Geld in den Automaten gelassen hatten, gingen wir im Anschluss noch an den direkt angrenzenden Strand. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf Tokio.

Akihabara – wie verrückt kann ein Viertel eigentlich sein?

Nach ein paar Tagen in Tokio mussten wir einsehen: ohne Internet geht hier einfach nichts. Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B, Orte und Restaurants finden, das war alles schwieriger als gedacht. Bis jetzt haben wir immer noch keine Ahnung, wie die Straßen und Hausnummern in Japan funktionieren und selbst Google ist oft verwirrt und weiß nicht, wo wir genau hin müssen. Da hilft dann nur, sich online Bilder anzuschauen und oft um Gebäude herumzulaufen, um dann mit etwas Glück doch das Ziel zu finden. Dieser Umstand bewog uns dazu, uns für die Reise mit einem mobilen Router und einer SIM-Karte auszustatten. Nach gründlicher Recherche (Marcs Job), hatten wir einige SIM-Anbieter und die Elektronikmeile Akihabara als unser Ziel auserkoren.

Neben gigantischen Elektrogeschäften ist Akihabara auch als Gamer-Viertel bekannt. Dicht daran ist auch die Manga- und Anime-Szene (otaku) geknüpft. So findet man in den Straßen dieses Viertels große Banner und Werbung mit Manga-Figuren und die sogenannten „Maid-Cafés“ in denen die Kellnerinnen als „Maids“ verkleidet die Gäste besonders unterwürfig bedienen.

Wir suchten uns eines der Einkaufshochhäuser heraus und liefen die 11 Stockwerke ab. Viele Geschäfte verkaufen hier Figuren aus Computerspielen und Comics in allen Größen und Farben. Besonders irritiert haben mich die Geschäfte, die Puppen verkaufen – sogenannte Ball Jointed Dolls. Das sind Puppen mit Gelenken, die sehr dünn, aber anatomisch korrekt sind und sich großer Beliebtheit in Japan, China und Korea erfreuen. Der Hobby-Puppenmacher kann in den Geschäften alle Teile einer Puppe kaufen (Rumpf, Arme, Beine, Augen, Haare, Zähne) und die Puppe dann mit entsprechenden Outfits ausstatten.

Shopping – Muji, Uniqlo, Sake und Tokyu-Hands

Nach dem Kulturschock in Akihabara retteten wir uns erst Mal wieder in das ruhigere Viertel nach Ginza. Nach ein paar Stopps bei Muji und Uniqlo, wo ich mir eine asiatische Hose und eine Bluse gekauft habe (ich konnte nicht widerstehen) fand Marc ein kleines Sake-Geschäft, das von drei überaus netten Frauen geführt wurde. Wir entschieden uns für das Probierangebot, um uns an das Thema Sake heranzutasten. Die netten Verkäuferinnen erkärten uns, wo welcher Sake produziert wurde und wie stark bzw. sanft der jeweilige Geschmack war. Bis dato fand ich Sake ja eigentlich immer nicht so gut – selbst in einem kleinen japanischen Restaurant in New York konnte ich mich nicht dafür erwärmen – aber der Sake hier ist wirklich lecker. Wir kauften den netten Damen zwei kleine Flaschen ab und machten uns etwas angeheitert auf den Weg nach Shibuya.

In Shibuya stürzten wir uns in einen letzten Shopping-Stop: Tokyu-Hands. Ursprünglich als ein DIY-Laden, hat sich Tokyu-Hands wohl zu dem angesagtesten Lifestyle-Laden für gut gestellte Japaner entwickelt. Der größte davon befindet sich in Shibuya (über 11 Stockwerke) und man findet dort alles, was das Herz begehrt. Wir kauften ein paar Kleinigkeiten, die noch irgendwie in das Gepäck passen: Handy-Hüllen, eine kleine Schere, ein Gymnastikschlauch und Kosmetikartikel.

Quelle: http://img.japanshopping.org/wp-content/uploads/2014/06/ikebukuro-920x613.jpg
Quelle: http://img.japanshopping.org/wp-content/uploads/2014/06/ikebukuro-920×613.jpg

Can’t get enough: Sushi in Ginza

Nach einer kurzen Verschnaufpause in einer Bar in Ginza (Rockfish), hatten wir endlich eine Reservierung in einem großartigen Sushi-Restaruant (Kyubey). Wir wurden von netten, in Kimono gekleideten Damen empfangen und im ersten Stock an den „Tresen“ gesetzt. Vor uns der Sushi-Meister, der direkt vor unseren Augen unser Sushi-Menü zauberte. Es schmeckte großartig. Von Sushimi über leicht gegrillten Fisch bis zu den klassichen Maki, war alles dabei. Und das in einer Qualität, die ich bis dahin noch nie erleben durfte. Und hatte man mal zwischendurch aus Versehen ein wenig Soja-Sauce auf den Tisch getröpfelt, kamen die Bedienungen angetrippelt und wischten es sofort weg.

Amazon-Bestellung auf japanisch und Flanieren in Harajuku

Wer gut aufgepasst hat, der hat vielleicht bemerkt, dass es noch keine Auflösung zu unserer Mifi-Suche gab. Ja, ganz richtig, Akihabara hatte nicht genug Auswahl für das richitge mobile Wifi Gerät für Herrn B. Da hilft nur: amazon.jp. Tapfer (und auch ein bisschen kamikaze) kämpfte sich Marc durch Blogs und Google Translate um auf der japanischen Amazon-Seite das Mifi seiner Wahl zu bestellen und dieses für den nächsten Tag an einen Convenience-Store liefern zu lassen.
Es war nicht einfach, aber er hat es geschafft – am nächsten Tag lag das Päckchen im nahe gelegenen Mini-Mart bereit zur Abholung. Jetzt noch den japanischen Automaten bezwingen, bei der Kasse bar (!) bezahlen und schon hatten wir das gute Ding.

Auf dieses Abenteuer mussten wir erst mal was essen und der Zufall wollte es so, dass wir mit der Bahn in die falsche Richtung fahren (kann vorkommen) und dort aber genau das leckere Ban-Mi Restaurant finden, das Marc schon seit Tagen in seiner Foursquare-Liste gespeichert hat.

Den Rest des Tages verbrachten wir im Viertel Harajuku, das sich nicht nur als Teen-Crazy-Town sondern ein Stückchen weiter als entspanntes Flanier-Viertel herausstellte. Abends aßen wir in Tokios Nummer 1 Restaurant (laut Foursquare) für Wontons (japanische Knödel) von denen man einfach nicht genug bekommen konnte.

Tsukiji-Markt

Eines darf natürlich nicht fehlen, wenn man Tokio bereist und Sushi liebt: der Fischmarkt Tsukiji Market. Um dort allerdings auch noch was von dem leckeren Sushi abzubekommen und die Atmosphäre auf dem umtriebigen Markt zu erleben, muss man früh aufstehen. Bei uns war früh 6:30 Uhr, damit wir um 9 Uhr im ersten Sushi-Restaurant sitzen konnten. Für die Top-Restaurants war die Schlange bereits zu lange, aber wir fanden dank Internet eine Alternative mit einer etwas kürzeren Schlange vor der Tür. Da es nur wenige Sitzplätze in den kleinen Sushi-Läden gibt, muss man meistens draußen warten bis die Gäste mit dem Essen fertig sind und die nächsten Personen eintreten dürfen.

Was kann man über den Markt sagen? Er ist auf jeden Fall sehenswert und man sollte ihn nicht auslassen. Allerdings ist es nicht jedermanns Sache bei wieder einmal 30 Grad über einen sehr lebhaften, mit Touristen überschwemmten Markt mit vielen unterschiedlichen (und nicht immer guten) Gerüchen zu gehen. Sushi zu essen ging dann bei mir wieder sehr gut – Marc war eher nicht so angetan davon, aber der kleine flambierte „Fisch-Teller“ am nächsten Stand war dann auch für mich irgendwann zu viel. Daher beschlossen wir, nach einem für uns ausführlichen Rundgang, erst mal einen leckeren Kaffee trinken zu gehen, um den Magen wieder zu beruhigen.

Hamarikyu Gardens – die grüne Oase mitten in der Metropole

Nicht weit vom Fischmarkt entfernt liegt der Hamarikyu Park. Mitten in Tokio, umgeben von Hochhäusern, findet man eine Ruhequelle mit Grünanlagen, einem kleinen Teehaus und Zen-Gärten. Nach dem Trubel am Fischmarkt genau das Richtige.
Im Park befindet sich auch die Anlegestelle für den „Tokyo Water Bus“, in den wir ganz spontan einstiegen. Während der Fahrt entlang des Sumida Flusses von Odaiba bis nach Asakusa sieht man Tokio noch einmal von einer ganz anderen Seite.

Skytree

Nach dieser tollen Ansicht von Tokio vom Wasser aus wollten wir uns eine weitere Sichtweise nicht entgehen lassen: von oben. Dafür kam uns der Skytree im nahegelegenen Viertel Oshiage genau recht. Es handelt sich dabei um einen 634 Meter hohen Fernseh- und Rundfunksendeturm. Er ist das zweithöchste Gebäude der Erde nach dem Burj Khalifa in Dubai (wusste ich natürlich alles schon vorher!). Dort oben hat man einen gigantischen Ausblick auf die Stadt und wir warteten geduldig, bis es endlich dunkel wurde um auch die Lichter Tokios bewundern zu können.

Letzter Tag in Tokio – schon.

Und schon war er da, der letzte Tag in Tokio. Eigentlich gab es doch noch so viel zu sehen und zu tun! Naja, erst Mal was essen gehen und zwar: Tonkatsu. Das ist die japanische Variante von Schnitzel-Essen. Also: Paniertes (Fleisch, Fisch, Gemüse) serviert mit Kohlsalat, Reis und Miso-Suppe. Den ersten Tonkatsu-Anlauf hatten wir in einer Mall und das war leider nur so mittelmäßig gut. Aber dieses Mal waren wir vorbereitet und suchten uns einen kleinen Laden in Roppongi, wo wir kurz bevor der Laden Nachmittags schloss reinhuschten.

Tonkatsu.
Tonkatsu.

Danach schlenderten wir noch einmal durch die Viertel, die wir toll fanden, beobachteten den Menschenstrom in der Vogue-Fashion Night in Harajuku und ließen uns ein wenig treiben.

Abends probierten wir noch ein weiteres japanisches Essen aus: Okonomiyaki. Im Restaurant befinden sich heiße Platten an jedem Tisch. Man bestellt dann von der Karte das rohe Gericht, bestehend entweder aus Ei, Kohl, Fleisch, Fisch und/oder Reis und Nudeln. Das wird dann gemischt und auf die heiße Platte gepackt. Mithilfe von zwei Spachteln wird der Fladen gebraten, mit Mayonnaise oder einer dunklen Sauce gewürzt und gegessen. Spaßessen also. Plus natürlich ein wunderbarer Grillgeruch, der sich in Klamotten und Haaren festsetzt.

Kleines Fazit.

Die Zeit in Tokio war wirklich großartig. Anfangs war der Kultur-Schock schon zu spüren und wir mussten uns erst einmal ein paar Tage akklimatisieren. Aber dann passten wir uns schnell dem Rhythmus der Stadt an und genossen die Zeit und die vielen Eindrücke. Oft saßen wir Abends auf unserem Balkon, lauschten den Geräuschen und betrachteten die blinkenden Lichter und konnte es einfach nicht fassen, wie groß Tokio ist und wie gut es sich anfühlt, hier zu sein.

Wir kommen ganz sicher wieder.

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